Pressemitteilung

Günter Baumann

Mitglied des Deutschen Bundestages

 

Berlin, 25.6.2003

 

 

Öffentliche Anhörung im Innenausschuss zum

Heimkehrerentschädigungsgesetz

MdB Günter Baumann setzt sich für Heimkehrer ein

 

Kriegsgefangene, die als Heimkehrer in die damalige Sowjetische Besatzungszone bzw. DDR entlassen worden sind, haben mit Ausnahme von 50,- M Entlassungsgeld keinerlei Entschädigungszahlungen erhalten.

Demgegenüber erhielten Spätheimkehrer, die in die Westzonen bzw. Bundesrepublik (alt), entlassen worden sind eine Entschädigung.

Um diese Ungerechtigkeit im nachhinein wenigstens teilweise auszugleichen, gibt es einen Gesetzentwurf der Länder Sachsen, Thüringen und Bayern im Bundesrat und einen im Wesentlichen inhaltsgleichen Gesetzentwurf der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bereits von 2001.

Es geht um eine geringe finanzielle Entschädigung und damit auch um eine moralische Anerkennung des Leides von etwa 24.000 noch lebenden Spätheimkehrern.

Da die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen diese Entschädigungszahlung erneut ablehnen wollen, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Innenausschuss eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen durchsetzen können.

Ca. 250 Betroffene nahmen am heutigen Tag an der dreistündigen Veranstaltung im Reichstag teil.

Sachverständige, die gleichzeitig betroffene waren, schilderten ihr Schicksal und forderten endlich diese moralische Anerkennung.

Die anwesenden Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP erklärten sich solidarisch mit den Spätheimkehrern, während SPD und Grüne nach Ausreden für eine erneute Ablehnung der berechtigten Forderung suchten.

Günter Baumann hat mehrere Kriegsspätheimkehrer im Wahlkreis für die er sich intensiv einsetzt.